Nur was wir glauben, wissen wir gewiß.

「我々が確実に知っているのは、我々が信じていることのみである。」(ヴィルヘルム・ブッシュ、1832年~1908年)
Wareware ga kakujitsu ni shitte iru no wa, wareware ga shinjite iru koto nomi de aru.
“Only what we believe in we do know for sure.”
„Nur was wir glauben, wissen wir gewiß.“ (Wilhelm Busch, 1832–1908)

Anmerkung
Veröffentlicht zum 190. Geburtstag des Comic-Pioniers, Zeichners und Dichters von „Schosen“ und Moritziaden aus Wiedensahl und Lüthorst namens Wilhelm Busch (15. April 1832 bis 9. Januar 1908), der spießbürgerliche Frömmelei gern auf’s Korn nahm und von dem geniale deutsche Zweizeiler stammen, zum Beispiel: „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.“

Alles ist vergänglich.

世の中は三日見ぬ間の桜かな
Yo no naka wa mikka minu ma no sakura ka na
Diese Welt ist wie Kirschbäume, die man drei Tage nicht betrachtet hat und deren Blüten inzwischen zu Boden gefallen sind.
Alles wandelt sich.
Alles ist vergänglich.

世の中は三日見ぬ間の桜かな
Yo no naka wa mikka minu ma no sakura ka na
Haven’t seen the cherry trees for three days during which their blossoms have fallen down.
Everything changes and nothing stands still.
All things must pass.

Anmerkung
Die obengenannte gedichtähnliche rhythmische Strophe zur Vergänglichkeit aller irdischen Dinge stammt von dem edo-zeitlichen (1603–1868) Dichter Ōshima Ryōta 大島蓼太 (1718–1787), der im Bezirk Ina in der Provinz Shinano geboren wurde, seine Kindheit in Edo verbrachte und dort auch weitgehend sein Arbeitsleben in Diensten des Tokugawa-Shogunates verlebte.

Kein Rauch ohne Feuer.

火のない所に煙は立たぬ
Hi no nai tokoro ni kemuri wa tatanu
Wo es nicht brennt, steigt auch kein Rauch auf.
Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
Kein Rauch ohne Feuer.

火のない所に煙は立たぬ
Hi no nai tokoro ni kemuri wa tatanu
Flamma fumo est proxia.
Where there’s smoke, there’s fire.
There’s no smoke without fire.

Die Feder ist mächtiger als das Schwert.

ペンは剣よりも強し
(エドワード・ブルワー=リットン、1803年~1873年)
Pen wa ken yori mo tsuyoshi
Calamus gladio fortior.
La plume est plus puissante que l’épée.
The pen is mightier than the sword. (Edward Bulwer-Lytton, 1803–1873)

Anmerkung
Edward Bulwer-Lytton (1803–1873) legte Kardinal Richelieu in seinem Theaterstück Richelieu; or, The Conspiracy diesen Satz in den Mund. Auf Lateinisch (Calamvs Gladio Fortior) ist er zugleich das Motto der privaten japanischen Universität Keio (Keiō Gijuku Daigaku) in Tokyo. Sein Symbol sind zwei nach oben zeigende, gekreuzte Schreibfedern. Auf Japanisch gibt es als synonyme Entsprechung noch das Sprichwort Bun wa bu ni masaru 「文は武に勝る」, was in etwa bedeutet, dass das geschriebene Wort mächtiger sei als militärische Waffen.

Originalquelle
Bulwer-Lytton, Edward (1839): Richelieu; or, The Conspiracy. A Play, in Five Acts. To Which are Added, Historical Odes on The Last Days of Elizabeth; Cromwell’s Dream; The Death of Nelson. By the Author of the “Lady of Lyon,” “Eugene Aram” & c. First Edition. London: Saunders and Otley, S. 39.

Wenn die Katze aus dem Haus ist

鬼の居ぬ間に洗濯
Oni no inu ma ni sentaku
Sich frisch machen, wenn der Unhold aus dem Haus ist.
Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

鬼の居ぬ間に洗濯
Oni no inu ma ni sentaku
To refresh oneself when the ogre is away.
When the cat is away, the mice will play.

Was passiert ist, ist passiert.

覆水盆に返らず
Fukusui bon ni kaerazu
Verschüttetes Wasser kehrt nicht wieder in die Schale zurück.
Was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Was geschehen ist, ist geschehen.
Was passiert ist, ist passiert.

覆水盆に返らず
Fukusui bon ni kaerazu
Spilt water doesn’t return to the tray.
It is no use crying over spilt milk.
Things done cannot be undone.
What’s done is done.

Das Fell des Bären

皮を売る前にまず熊を捕らえよ
Kawa o uru mae ni mazu kuma o torae yo
Don’t sell the skin till you have caught the bear.
Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.

捕らぬ狸の皮算用
Toranu tanuki no kawazan’yō
Don’t sell the fur before catching the racoon dog.
Man soll das Fell des Marderhundes nicht verteilen, bevor er gefangen ist.