「馬の耳に念仏」
Uma no mimi ni nenbutsu
Eine Sutra in ein Pferdeohr.
Tauben Ohren predigen.
「馬の耳に念仏」
Uma no mimi ni nenbutsu
A sutra in a horse’s ear.
Preaching to deaf ears.

コッホ・ジャパン・コンサルティング
「馬の耳に念仏」
Uma no mimi ni nenbutsu
Eine Sutra in ein Pferdeohr.
Tauben Ohren predigen.
「馬の耳に念仏」
Uma no mimi ni nenbutsu
A sutra in a horse’s ear.
Preaching to deaf ears.
「血は水よりも濃い」
Chi wa mizu yori mo koi
Blood is thicker than water.
Blut ist dicker als Wasser.
「世間は広いようで狭い」
Seken wa hiroi yō de semai
Die Welt ist nicht so groß wie sie scheint.
Die Welt ist ein Dorf!
「世間は広いようで狭い」
Seken wa hiroi yō de semai
It’s a small world after all!
It’s a small world!
Anmerkung
Neben »Seken wa hiroi yō de semai« 「世間は広いようで狭い」 gibt es auch die alternative sprichwörtliche Redensart »Yo no naka wa hiroi yō de semai« 「世の中は広いようで狭い」 in der japanischen Gegenwartssprache.
「虎に翼」
Tora ni tsubasa
Adding wings to a tiger.
Einem Tiger Flügel verleihen.
Anmerkung
Wenn man in China einen Starken unnotwendigerweise stärkt, sagt man ebenfalls, das sei so, als ob man einem Tiger Flügel verliehe: 如虎添翼 rú hǔ tiān yì. Häufig wird diese Redensart in einem Kontext gebraucht, um zu betonen, dass dieser zusätzliche Vorteil aus der Sicht des Sprechers nicht wünschenswert sei. Der Ausspruch stammt aus dem legalistischen Werk „Meister Han Fei“ [ch. Hán Fēi zǐ 《韓非子》, jp. Kanpishi 『韓非子』] des chinesischen politischen Philosophen Han Fei (ca. 280 bis 233 v.u.Z.). Ein japanisches Synonym dieser sprichwörtlichen Redensart lautet Oni ni kanabō 鬼に金棒 [Einem Dämon noch eine Eisenstange geben]. Es steht auf der 27. von 48 Karten des traditionellen japanischen Iroha-Kartenspiels von Edo (Edo Iroha Karuta), heute Tokyo.
雨垂れ石を穿つ
Amadare ishi o ugatsu
Regentropfen höhlen den Stein aus.
Gutta cavat lapidem non vi, sed saepe cadendo.
Der Tropfen höhlt den Stein nicht durch Gewalt, sondern durch häufiges Fallen.
La goccia scava la pietra.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Beharrlichkeit führt zum Ziel.
雨垂れ石を穿つ
Amadare ishi o ugatsu
Constant dropping wears away a stone.
Gutta cavat lapidem non vi, sed saepe cadendo.
The drop of water hollows the rock not by force, but by often falling.
With ordinary talent and extraordinary perseverance, all things are attainable.
Little strokes fell big oaks.
Perseverance will bring success.
Anmerkung
Zu dem japanischen Sprichwort Amadare ishi o ugatsu 「雨垂れ石を穿つ」 gibt es eine Reihe von sinnverwandten Sprichwörtern. Semantisch am nächsten stehen ihm Suiteki ishi o ugatsu 「水滴石を穿つ」 und Tenteki ishi o ugatsu 「点滴石を穿つ」. Als Herkunft des Sprichwortes gilt das chinesische Geschichtswerk Hàn Shū 《汉书》 / 《漢書》, japanisch Kanjo 『漢書』. Es wurde in der Späten Han-Dynastie (auch Östliche Han-Dynastie, 25 bis 220 n.u.Z.) herausgegeben und ist die wichtigste Quelle zur Frühen Han-Dynastie (auch Westliche Han-Dynastie, 206 v.u.Z. bis 8 n.u.Z.) sowie zur Herrschaft des chinesischen Kaisers Wáng Mǎng, dessen Regierungszeit von 9 bis 23 n.u.Z. als Interregnum im Bürgerkrieg endete und in die Späte Han-Dynastie mündete. Das ältere klassische Sprichwort lautet shuǐdī shíchuān 水滴石穿, das jüngere dīshuǐ chuānshí 滴水穿石. Beide existieren bis in die Gegenwart in der chinesischen Gegenwartssprache fort.
見詰める鍋は煮えない
Mitsumeru nabe wa nienai
Vom Anstarren wird der Topf nicht kochen.
Wenn man auf etwas wartet, dauert es besonders lang.
Beim Warten wird die Zeit lang.
見詰める鍋は煮えない
Mitsumeru nabe wa nienai
Le temps ne passe pas quand on attend.
A watched kettle never boils.
A watched pot never boils.
故きを温ねて新しきを知る
Furuki o tazunete atarashiki o shiru
Um das Neue zu verstehen, studiere das Alte.
Wer wissen will, wie etwas werden soll, muss betrachten, was war.
故きを温ねて新しきを知る
Furuki o tazunete atarashiki o shiru
To understand new things, study the old.
(Re-) Visiting (the) old, learn (the) new.
Anmerkung
Diese sprichwörtliche Redensart und Weisheit geht auf den chinesischen Gelehrten Konfuzius (ca. 551 v.u.Z. bis ca. 479 v.u.Z.) zurück und stammt aus dem Lún Yǔ 論語|论语 [jp. Rongo 論語, dt „Gespräche des Konfuzius“, „Analekten des Konfuzius“ oder auch „Gesammelte Aussprüche des Konfuzius“] zum Thema „Staatsgeschäfte“ 為政 [ch. Wéi Zhèng, jp. Isei]. Die obige Weisheit existiert in Ostasien als Vier-Schriftzeichen-Kompositum: 温故知新 [ch. wēngù zhīxīn, jp. onko chishin, kor. ongo jisin, Hangeul: 온고지신].
In diesem Zusammenhang läßt sich eventuell mit einem Bonmot des Bonner Astronomen Friedrich Wilhelm August Argelander (1799–1875) eine Brücke vom chinesischen Altertum zur europäischen Moderne schlagen. Auf die joviale Frage von Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795–1861) „Nun, Herr Geheimrat, was gibt es Neues am Himmel?“ entgegnete der Astronom „Kennen Majestät denn schon das Alte?“
名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Der Name bringt das Wesen eines Dinges zum Ausdruck.
Der Name ist ein Zeichen.
Nomen est omen.
名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Names and natures do often agree.
The name is a sign.
Nomen est omen.
「大根を正宗で切る」
Daikon o Masamune de kiru
Japanischen Rettich mit einem Masamune-Schwert schneiden.
Mit Kanonen auf Spatzen schießen.
「大根を正宗で切る」
Daikon o Masamune de kiru
To cut Japanese radish with a sword from Masamune.
He builds cages fit for oxen, to keep birds in.
Anmerkung
Masamune bezeichnet noch heute ein exzellentes Schwert [Meitō 名刀] im übertragenen Sinne. Der berühmte japanische Schwertschmied Masamune 正宗 (Okazaki Masamune 岡崎正宗, auch Sōshū Gorō Masamune 相州五郎正宗, Okazaki Gorō Nyūdō Masamune 岡崎五郎入道正宗 und Okazaki Gorō Nyūdō 岡崎五郎入道, Lebensdaten unbekannt) kam aus der Provinz Sagami (heute überwiegend Präfektur Kanagawa) und lebte gegen Ende der Kamakura-Zeit (1185–1333). Er soll ein Sohn des Yukimitsu 行光 (Lebensdaten unbekannt) und ein Schüler von Shintōgo Kunimitsu 新藤五国光 (Lebensdaten unbekannt) gewesen sein und zahlreiche Schüler gehabt haben. Drei heute noch existierende Arbeiten Masamunes besitzen in Japan den Status eines „nationalen Schatzes“ [Kokuhō 国宝]. Von Masamune sind zwei Jahresangaben für die Herstellung von zwei Kurzschwertern [Tantō 短刀] überliefert: 1314 und 1328.
「鶏を割くに焉んぞ牛刀を用いん」
Niwatori o saku ni izukunzo gyūtō o mochiin
Warum denn mit einem Ochsenmesser ein Huhn schlachten?
Mit Kanonen auf Spatzen schießen.
「鶏を割くに焉んぞ牛刀を用いん」
Niwatori o saku ni izukunzo gyūtō o mochiin
Why use an ox-cleaver to carve a chicken?
Who breaks a butterfly upon a wheel?