名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Der Name bringt das Wesen eines Dinges zum Ausdruck.
Der Name ist ein Zeichen.
Nomen est omen.
名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Names and natures do often agree.
The name is a sign.
Nomen est omen.

コッホ・ジャパン・コンサルティング
名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Der Name bringt das Wesen eines Dinges zum Ausdruck.
Der Name ist ein Zeichen.
Nomen est omen.
名は体を表す
Na wa tai o arawasu
Names and natures do often agree.
The name is a sign.
Nomen est omen.
「大根を正宗で切る」
Daikon o Masamune de kiru
Japanischen Rettich mit einem Masamune-Schwert schneiden.
Mit Kanonen auf Spatzen schießen.
「大根を正宗で切る」
Daikon o Masamune de kiru
To cut Japanese radish with a sword from Masamune.
He builds cages fit for oxen, to keep birds in.
Anmerkung
Masamune bezeichnet noch heute ein exzellentes Schwert [Meitō 名刀] im übertragenen Sinne. Der berühmte japanische Schwertschmied Masamune 正宗 (Okazaki Masamune 岡崎正宗, auch Sōshū Gorō Masamune 相州五郎正宗, Okazaki Gorō Nyūdō Masamune 岡崎五郎入道正宗 und Okazaki Gorō Nyūdō 岡崎五郎入道, Lebensdaten unbekannt) kam aus der Provinz Sagami (heute überwiegend Präfektur Kanagawa) und lebte gegen Ende der Kamakura-Zeit (1185–1333). Er soll ein Sohn des Yukimitsu 行光 (Lebensdaten unbekannt) und ein Schüler von Shintōgo Kunimitsu 新藤五国光 (Lebensdaten unbekannt) gewesen sein und zahlreiche Schüler gehabt haben. Drei heute noch existierende Arbeiten Masamunes besitzen in Japan den Status eines „nationalen Schatzes“ [Kokuhō 国宝]. Von Masamune sind zwei Jahresangaben für die Herstellung von zwei Kurzschwertern [Tantō 短刀] überliefert: 1314 und 1328.
「鶏を割くに焉んぞ牛刀を用いん」
Niwatori o saku ni izukunzo gyūtō o mochiin
Warum denn mit einem Ochsenmesser ein Huhn schlachten?
Mit Kanonen auf Spatzen schießen.
「鶏を割くに焉んぞ牛刀を用いん」
Niwatori o saku ni izukunzo gyūtō o mochiin
Why use an ox-cleaver to carve a chicken?
Who breaks a butterfly upon a wheel?
船頭多くして船山に登る
Sendō ōku shite fune yama ni noboru
Viele Kapitäne steuern das Schiff einen Berg hinauf.
Viele Kapitäne steuern das Schiff auf die Klippen.
Viele Köche verderben den Brei.
船頭多くして船山に登る
Sendō ōku shite fune yama ni noboru
Too many captains will steer the ship up a mountain.
Many dressers put the bride’s dress out of order.
Too many cooks spoil the broth.
暇ほど毒なものはない
Hima hodo doku na mono wa nai
Nichts ist giftiger als Muße.
Otia sunt vitia.
Müßiggang ist aller Laster Anfang.
暇ほど毒なものはない
Hima hodo doku na mono wa nai
There is nothing more poisonous than idleness.
Idleness is the mother of all vice.
An idle brain is the devil’s workshop.
客と白鷺は立ったが見事
Kyaku to shirasagi wa tatta ga migoto
Gäste und weiße Reiher bieten den prächtigsten Anblick, wenn sie sich erheben.
Ein dreitägiger Gast wird zur Last.
客と白鷺は立ったが見事
Kyaku to shirasagi wa tatta ga migoto
Guests and white herons offer a vision of delight when they take off.
Fish and guests smell after three days.
時が悲しみを癒す
Toki ga kanashimi o iyasu
Dies levat luctum.
Zeit lindert den Schmerz.
Zeit verscheucht den Kummer.
Die Zeit heilt alle Wunden.
時がたてばあらゆる悲しみも和らぐ
Toki ga tateba arayauru kanashimi mo yawaragu
Time will heal.
Time will end all sorrow.
Time heals all wounds.
Time is a great healer.
薔薇に棘あり
Bara ni toge ari
No rose without a thorn.
Keine Rose ohne Dornen.
河豚は食いたし命は惜しし
Fugu wa kuitashi inochi wa oshishi
Kugelfisch genießen wollen, aber am Leben hängen.
Keine Rose ohne Dornen.
河豚は食いたし命は惜しし
Fugu wa kuitashi inochi wa oshishi
I would like to taste fugu, but I value my life.
No rose without a thorn.
浅瀬に仇波
Asase ni adanami
Je seichter der Strom, desto rauer die Wellen.
Leere Fässer klingen hohl.
Leere Töpfe klappern am meisten.
Ein leerer Topf am meisten klappert, ein leerer Kopf am meisten plappert.
Stille Wasser sind tief.
浅瀬に仇波
Asase ni adanami
Deep rivers move in silence, shallow brooks are noisy.
Wise man [and women] talk because they have something to say; fools because they have to say something.
The empty vessel makes the greatest sound.
Those who know little talk much.
Still waters run deep.
Anmerkung
Die sprichwörtliche Redensart »Asase ni adanami« dient heutzutage als Gleichnis für oberflächliche und launenhafte Menschen, die auch bei geringfügigen Dingen viel Lärm um nichts machen. Für das Bild der rauen, tobenden Wellen [»adanami«] gibt es im Japanischen noch heute drei Schreibweisen: 「仇浪」 「徒波」 「徒浪」. Das Gleichnis kommt in Gedicht Nr. 522 der Anfang des 10. Jahrhunderts vollendeten kaiserlichen Anthologie namens »Kokin Wakashū« 『古今和歌集』 [Sammlung alter und moderner japanischer Gedichte, ca. 920 n.u.Z.] vor. Als Autor dieses Waka – ein Begriff, der in Abgrenzung zu chinesischen Formen der Dichtung geprägt wurde – gilt der buddhistische Mönch Sosei [Sosei Hōshi 素性法師], dessen Lebensdaten unsicher sind (ca. 909 n.u.Z. verstorben). Es handelt sich bei diesem Waka um ein 31-silbiges Kurzgedicht [Tanka 短歌] mit dem typischen Versmaß 5-7-5-7-7, das man recht verschieden, mit mehr oder weniger chinesischen Schriftzeichen (Kanji) und je nach Interpretation mit verschiedenen Kanji schreiben kann: »An tiefen Stellen sind die Wellen der Flußströmung lautlos, aber an Untiefen ohrenbetäubend.« Da das Kurzgedicht im 14. von 20 Büchern der »Blumenlese« zum Thema Liebe und Sehnsucht steht, sind hier durchaus noch weitere Möglichkeiten der Interpretation gegeben, wenn man japanischen und chinesischen Experten für Prosodie und Herzensangelegenheiten folgen würde. Im Folgenden das Kurzgedicht in einer moderneren, um Kanji angereicherten, in einer um Hiragana angereicherten Variante mit lateinischer Transkription und in einer amerikanischen Übersetzungsmöglichkeit:
底ひなき
淵やは騒ぐ
山川の
浅き瀬にこそ
仇波は立て
そこひなき
ふちやはさはぐ
山川の
あさきせにこそ
あだ浪はたて
sokoi naki
fuchi ya wa sawagu
yamagawa no
asaki se ni koso
adanami wa tate
Helen Craig McCullough hat das Gedicht in ihrem Buch Kokin Wakashū. The First Imperial Anthology of Japanese Poetry (Stanford, California: Stanford University Press, 1985, S. 159) wie folgt ins Englische übersetzt:
Do waters clamor
inside a bottomless pool?
The shallow rapid
of a brawling mountain stream –
that is where noisy waves rise!