Wer die Wahl hat, hat die Wahl

「もし選挙で世の中が変えられるんだったら、選挙を禁止しているはずだ。」[作者不明]
Moshi senkyo de yo no naka ga kaerareru’n dattara, senkyo o kinshi shite iru hazu da [sakusha fumei]
“If voting changed anything, they would make it illegal.” [authorship unknown]
„Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten.“ [unbekannte Urheberschaft]

Anmerkung
Der anonyme Gedankensplitter kritisiert die allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahl als wichtigste Form von Kontrolle der Demokratie [„Herrschaft durch das Volk“] als relativ bedeutungslos und bloße Akklamation feststehender Zwecke einer aktuell weltweit weitgehend durchgesetzten, überlegenen Herrschaftsform und wird häufig so oder in leicht abgewandelten Varianten fälschlicherweise Kurt Tucholsky (1890–1935), Emma Goldman (1869–1940), Mark Twain (1835–1910) oder Philip Berrigan (1923–2002) zugeschrieben.

Die Dinge beim Namen nennen.

歯に衣着せぬ
Ha ni kinu kisenu
Die Zähne kein Gewand tragen lassen.
Kein Blatt vor den Mund nehmen.
Roß und Reiter nennen.
Die Dinge beim Namen nennen.

歯に衣着せぬ
Ha ni kinu kisenu
Unclothed teeth.
Uncovered teeth.
Unhidden teeth.
To call a spade a spade.

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten

「たくさんの小さな人々が、たくさんの小さな場所で、たくさんの小さなことを成す。それで世界の状況は変えられる。」(アフリカのことわざ)
Takusan no chiisa na hitobito ga, takusan no chiisa na basho de, takusan no chiisa na koto o nasu. Sore de sekai no jōkyō wa kaerareru
“Many small people, who in many small places do many small things, that can alter the face of the world.” (African proverb)
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort)

Shit happens [2]

「ついてないこともあるさ!」
Tsuite nai koto mo aru sa
Manchmal hat man einfach Pech!
Dumm gelaufen!

「ついてないこともあるさ!」
Tsuite nai koto mo aru sa
Hard luck!
Shit happens! [vulg.]

Das Dorf mit den meisten Hundertjährigen: Ernährung als Faktor für Langlebigkeit in Japan

In Japan kennt jeder das Dorf Ogimi [Ōgimi-son 大宜味村] im nordwestlichen Teil der Hauptinsel der Präfektur Okinawa, weil dort von 3.386 Einwohnern 156 über 90 Jahre alt sind und es als Kommune mit der weltweit höchsten durchschnittlichen Lebenserwartung gilt. Es heißt, dass man dort als „Oma“ beziehungsweise „Omi“ [O-Bāchan 「お婆ちゃん」]  nicht vor dem vollendeten 90. Lebensjahr angesprochen wird.

In Ogimi spricht man dem dort kultivierten Schlingmelden- oder auch Basellgewächs namens „Tsurumurasaki“ [ツルムラサキ oder 蔓紫; lat. Basella rubra] einen besonders lebensverlängernden Effekt zu [jp. chōju shokuzai 長寿食材]. Dieser Indische Spinat, der nach einem Ortsnamen auch Malabarspinat genannt wird [lat. Basella alba; engl. Indian spinach, Malabar spinach] findet als Kultivar in Südostasien breite Verwendung. Ist der Stamm des Basella alba grün, so ist der des Basella rubra rötlich-violett. Die Blätter sind in beiden Varietäten in der Regel grün. „Tsurumurasaki“ ist eine sich windende, reich verzweigte, krautige Pflanze von hohem Nährwert unter anderem mit viel Vitamin C und Karotin, deren Blätter als Kochgemüse verwendet werden.

Eine weitere als sehr gesund geltende Speise aus Okinawa ist „Gōyā-Chanpurū“ [「ゴーヤーチャンプルー」, auch „Gōya-Chanpurū“ 「ゴーヤチャンプルー」], ein Begriff der Ryūkyū-Sprache, der auf etwas „Verschmischtes“ verweist. Gemeint ist hier ein Pfannengericht aus der bitteren Gōyā-Gurke, Tōfu und Rührei mit Frühstücksfleisch [okinawanisch pōku ポーク = pork, jp. pōku ranchon mīto ポークランチョンミート oder auch sōsēji mīto ソーセージミート, engl. luncheon meat; die erste Sorte Frühstücksfleisch hieß „Spam“ [SPAM], ein Kunstwort aus „Spiced Ham“ (seit 1937) und wurde von dem amerikanischen Unternehmen Hormel Foods Corporation und der US-Armee durch umfangreiche Lebensmittellieferungen unter anderem an Großbritannien und das sowjetische Militär als Verbündete während des Zweiten Weltkriegs in der ganzen Welt bekannt gemacht].

Darüber hinaus essen die Menschen auf Okinawa erheblich weniger Salz als im restlichen Japan. Die Salzaufnahme wird wegen Bluthochdrucks im Alter in Japan als ein nicht zu unterschätzender Faktor ungesunder Ernährung betrachtet, zumal die Lebenserwartung in der Präfektur Aomori auf Nord-Honshū, wo allgemein salzhaltiger gegessen wird, erheblich niedriger als im landesweiten Durchschnitt ist. Im landesweiten Durchschnitt nehmen Japaner 11,4 Gramm Salz und Japanerinnen 9,6 Gramm Salz pro Tag zu sich. Auf Okinawa konsumieren Männer täglich nur 9,3 Gramm Salz und Frauen 7,7 Gramm Salz. Chanpurū ist erwiesenermaßen eine Speise speziell gegen Arterienverkalkung [jp. dōmyaku kōka 動脈硬化] und eine Prophylaxe gegen sogenannte zivilisatorische Krankheiten [jp. seikatsu shūkanbyō no yobō 生活習慣病の予防]. Aber auch getrockneter echter Bonito (lat. Katsuwonus pelamis) und spezielle Zitrusfrüchte (lat. Citrus depressa) gelten als wertvoll für Langlebigkeit und die Existenz von Zentenaren. Darüber hinaus gelten Bestandteile der Erdnuß (jp. rakkasei; lat. Arachis hypogaea) als ernährungswissenschaftlich wertvoll, die für ihre cholesterinsenkende Wirkung in verschiedenen Tōfu-Gerichten [jp. jīmāmi tōfu ジーマーミ豆腐] bekannt sind.

Shit happens [1]

「仕方がない、そういうこともあるさ!」
Shikata ga nai, sō iu koto mo aru sa
Da kann man nichts machen, so etwas kommt vor.
Scheiße passiert. [vulg.]

「仕方がない、そういうこともあるさ!」
Shikata ga nai, sō iu koto mo aru sa
It can’t be helped, these things happen.
Shit happens. [vulg.]

Ohne Mampf kein Kampf

腹が減っては戦はできぬ
Hara ga hette wa ikusa wa dekinu
Ist der Bauch leer, kann man keinen Krieg führen.
Ohne Verpflegung keine Bewegung.
Ohne Mampf kein Kampf.

腹が減っては戦はできぬ
Hara ga hette wa ikusa wa dekinu
A hungry army cannot fight.
An army marches on its stomach.
The mill stands that wants water.