安物買いの銭失い
Yasumonogai no zeni ushinai
Billiger Einkauf kommt dich teuer zu stehen.
Sehr wohlfeil ist sehr teuer.
Billig ist teuer!
安物買いの銭失い
Yasumonogai no zeni ushinai
A cheap purchase is money lost.
Cheapest is dearest.
Light cheap, lither yield.

コッホ・ジャパン・コンサルティング
安物買いの銭失い
Yasumonogai no zeni ushinai
Billiger Einkauf kommt dich teuer zu stehen.
Sehr wohlfeil ist sehr teuer.
Billig ist teuer!
安物買いの銭失い
Yasumonogai no zeni ushinai
A cheap purchase is money lost.
Cheapest is dearest.
Light cheap, lither yield.
鬼の居ぬ間に洗濯
Oni no inu ma ni sentaku
Sich frisch machen, wenn der Unhold aus dem Haus ist.
Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
鬼の居ぬ間に洗濯
Oni no inu ma ni sentaku
To refresh oneself when the ogre is away.
When the cat is away, the mice will play.
覆水盆に返らず
Fukusui bon ni kaerazu
Verschüttetes Wasser kehrt nicht wieder in die Schale zurück.
Was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Was geschehen ist, ist geschehen.
Was passiert ist, ist passiert.
覆水盆に返らず
Fukusui bon ni kaerazu
Spilt water doesn’t return to the tray.
It is no use crying over spilt milk.
Things done cannot be undone.
What’s done is done.
皮を売る前にまず熊を捕らえよ
Kawa o uru mae ni mazu kuma o torae yo
Don’t sell the skin till you have caught the bear.
Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.
捕らぬ狸の皮算用
Toranu tanuki no kawazan’yō
Don’t sell the fur before catching the racoon dog.
Man soll das Fell des Marderhundes nicht verteilen, bevor er gefangen ist.
美は見る人の目の中にあり
Bi wa miru hito no me no naka ni ari
Beauty is in the eye of the beholder.
Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
今日の良い計画は、明日の完璧な計画に優る。
[ジョージ・パットン 、米国の陸軍軍人、将軍、1885~1945]
Kyō no yoi keikaku wa, ashita no kanpeki na keikaku ni masaru
A good plan today is better than a perfect plan tomorrow. [George S. Patton Jr., General of the US Army, 1885–1945]
Ein guter Plan heute ist besser als ein perfekter Plan morgen.
「知恵者の長所は愚か者のふりができること。逆はちょっと難しい。」
Chiesha no chōsho wa orokamono no furi ga dekiru koto. Gyaku wa chotto muzukashii
“The advantage of intelligence is that you can pretend to be dumb. The opposite is rather difficult.”
„Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“
Anmerkung
Für dieses seit Jahrzehnten häufig Kurt Tucholsky (1890–1935, Pseudonyme Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel) zugesprochene Zitat konnte keine Originalquelle ermittelt werden. Die Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. bezeichnet es als ein „angebliches Tucholsky-Zitat“.
他人の飯は白い
Tanin no meshi wa shiroi
Der Reis bei anderen Leuten ist weiß.
Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer (ein bisschen) süßer.
他人の飯は白い
Tanin no meshi wa shiroi
The rice of others is white.
The grass is always greener on the other side.
Anmerkung
Das Sprichwort geht von einem Menschenbild aus, dass nur wenige Menschen jemals mit der eigenen Situation zufrieden sind, sondern nahezu immer jemanden finden oder sich vorstellen können, dem es – nicht selten subjektiv unverdientermaßen – besser geht. Synonyme Sprichwörter sind Tonari no shibafu wa aoi 隣の芝生は青い [Der Rasen des Nachbarn ist (schöner) grün.] und Tonari no hana wa akai 隣の花は赤い [Die Blumen des Nachbarn sind (schöner) rot.].
鬼に金棒
Oni ni kanabō
Einem Dämon noch eine Eisenstange geben.
Einem Tiger Flügel verleihen.
Herakles Flügel verleihen.
鬼に金棒
Oni ni kanabō
To give an iron club to a demon who has already supernatural powers.
Adding wings to a tiger.
Adding wings to Herakles.
Anmerkung
Die sprichwörtliche Redensart Oni ni kanabō 鬼に金棒 [Einem Dämon noch eine Eisenstange geben] steht auf der 27. von 48 Karten des traditionellen Iroha-Kartenspiels von Edo (Edo Iroha Karuta), heute Tokyo. Eine synonyme japanische Redensart lautet Tora ni tsubasa 虎に翼 [Einem Tiger Flügel verleihen]. Wenn man in China einen Starken stärkt, sagt man ebenfalls, das sei so, als ob man einem Tiger Flügel verliehe: 如虎添翼 rú hǔ tiān yì. Häufig wird diese Redensart in einem Kontext gebraucht, um zu betonen, dass dieser zusätzliche Vorteil aus der Sicht des Sprechers nicht wünschenswert sei. Der Ausspruch stammt aus dem legalistischen Werk „Meister Han Fei“ [ch. Hán Fēi zǐ 《韓非子》, jp. Kanpishi 『韓非子』] des chinesischen politischen Philosophen Han Fei (ca. 280 bis 233 v.u.Z.).
Geflügelte übernatürliche Wesen sind der griechischen Mythologie keineswegs fremd, aber der für seine Körperkraft und seinen Jähzorn bekannte Herakles (lat. Hercules) musste seine „zwölf Arbeiten“ ohne Flügel bewältigen; neben seiner militärischen und musischen Erziehung und Ausbildung soll er jahrelang mit einer eigenhändig aus einem Ölbaum geschnitzten Keule, einem Schwert von Hermes (lat. Mercurius) sowie Pfeil und Bogen von Apollon (lat. Apollo) unterwegs gewesen sein. Je nachdem, ob man die altgriechisch beseelte Variante oder die modern angehauchte Fassung bevorzugt, würde die europäische Abwandlung „Herakles Flügel verleihen“ auf Japanisch möglicherweise wie folgt lauten: Hērakurēsu ni tsubasa ヘーラクレースに翼 oder Herakuresu ni tsubasa ヘラクレスに翼.
鶏口となるも牛後となるなかれ
Keikō to naru mo gyūgo to naru nakare
Lieber der Schnabel eines Huhns als der Schwanz eines Ochsen sein.
„Mallem hic primus esse quam Romae secundus.“ (Gaius Julius Caesar, 100–44 v.u.Z.)
„Lieber der Erste hier als der Zweite in Rom.“
Lieber der Erste im Dorf als der Zweite in der Stadt!
鶏口となるも牛後となるなかれ
Keikō to naru mo gyūgo to naru nakare
Better be the head of a chicken than the tail of an ox.
Better be the head of a dog than the tail of a lion.
“I would rather be first here than second at Rome.”
Better be first in a village than second in the capital.
Anmerkung
Neben „Lieber der Schnabel eines Huhns als der Schwanz eines Ochsen sein.“ [鶏口となるも牛後となるなかれ Keikō to naru mo gyūgo to naru nakare] gibt es in der japanischen Gegenwartssprache eine Reihe von synonymen sprichwörtlichen Redensarten, wie zum Beispiel: „Selbst bei den Saatkartoffeln ist eine Mutterknolle eine Mutterknolle.“ [Imogashira de mo kashira wa kashira 芋頭でも頭は頭], „Lieber der Kopf eines kleinen Vogels als der Schwanz eines großen Vogels.“ [Ōtori no o yori kotori no kashira 大鳥の尾より小鳥の頭] und „Lieber der Kopf einer Sardine als der Schwanz einer Meerbrasse.“ [Tai no o yori iwashi no kashira 鯛の尾より鰯の頭]. Der Ausspruch existiert in Japan sowie in China auch als kompaktes Vier-Schriftzeichen-Kompositum. Auf Japanisch keikō gyūgo [鶏口牛後] und auf Chinesisch jī kǒu niú hòu [Kurzzeichen 鸡口牛后, Langzeichen 鶏口牛後], wörtlich etwa „Hühnerschnabel und Ochsenhintern“ im Sinne von „Lieber der Schnabel eines Geflügels als das Hinterteil eines Ochsen.“ [ch. “宁为鸡口,无为牛后” níngwéi jīkǒu, wúwéi niúhòu, Langzeichen: “寧為雞口,无無為後”]. In der Gegenwart würde man diese länder- und kulturübergreifend insbesondere Entrepreneuren und Leadern zugeschriebene Geisteshaltung möglicherweise wie folgt übersetzen: „Lieber der unumschränkte Chef einer kleineren Gruppe als Befehlsempfänger in einer größeren Organisation sein!“
Der Ausspruch Caesars „Lieber der Erste hier als der Zweite in Rom.“ [„Mallem hic primus esse quam Romae secundus.“] stammt aus einer Parallelbiographie von Plutarch (ca. 46–125 n.u.Z.) über Gaius Julius Caesar (100–44 v.u.Z.) und Alexander den Großen (356–323 v.u.Z.) und ist daher auf Altgriechisch überliefert [„παρὰ τούτοις εἶναι μᾶλλον πρῶτος ἢ παρὰ Ῥωμαίοις δεύτερος.“]. Plutarch pflegte in seinen biographischen Schriften einen anekdotischem Stil und stellte darin die individuellen Denkweisen, Stimmungen und Leidenschaften großer Männer vor. Caesar soll den Ausspruch im Jahr 61 v.u.Z. gegenüber seinen Begleitern in der Nähe eines alpinen Dorfes auf dem Weg von Gallien zur Iberischen Halbinsel getätigt haben. Eine englische Übersetzung findet sich in Plutarchus (1914): Plutarch’s Lives. In eleven volumes. With an English translation by Bernadotte Perrin. Volume 7: Demosthenes and Cicero. Alexander and Caesar. Cambridge, MA: Harvard University Press. London: William Heinemann, S. 469.