Mehr ist nicht immer besser.

過ぎたるは及ばざるが如し
Sugitaru wa oyobazaru ga gotoshi
Niemals zuviel von etwas.
Mehr als genug ist zuviel.
Zuviel ist ebenso schlecht wie zu wenig.
Mehr ist nicht immer besser.

過ぎたるは及ばざるが如し
Sugitaru wa oyobazaru ga gotoshi
Never too much of anything.
More than enough is too much.
Too much is as bad as too little.
More is not always better.

Anmerkung
Für die sprichwörtliche Redensart „Zuviel ist nicht immer gut.“ erscheinen Sugitaru wa oyobazaru ga gotoshi 「過ぎたるは及ばざるが如し」 und Ōkerya yoi to wa kagiranai 「多けりゃよいとは限らない」 beziehungsweise das standardsprachliche Ōkereba yoi to wa kagiranai 「多ければよいとは限らない」 weitgehend bedeutungsgleich.

Je mehr, desto besser.

多々益々弁ず
Tata masumasu benzu
Lieber zuviel als zu wenig.
Je mehr, desto besser.

多々益々弁ず
Tata masumasu benzu
The more, the better.
Abundance is welcome.

Anmerkung
Der moderne Mensch in Japan zieht in der heutigen gesprochenen Sprache im Alltag sowie in der Schriftsprache für „Je mehr, desto besser.“ wahrscheinlich häufiger Ōkereba ōi hodo yoi  「多ければ多いほど良い」  der obengenannten Wendung vor. Die sprichwörtliche Redensart Tata masumasu benzu  「多々益々弁ず」  ist bildungssprachlich relevant, hat einen militärhistorischen Hintergrund aus dem alten China und bezog sich ursprünglich auf die Zahl der für eine Schlacht zur Verfügung stehenden Soldaten.

Perlen vor die Säue versus Goldmünzen vor die Katzen

豚に真珠
Buta ni shinju
(To cast/throw) pearls before swine.
Perlen vor die Säue (werfen).

猫に小判
Neko ni koban
(To cast/throw) gold coins/money to a cat.
Goldmünzen vor eine Katze(n) (werfen).

Anmerkung
Die sprichwörtliche Redensart „Perlen vor die Säue (werfen)“, auf Japanisch wörtlich „Buta ni shinju“, kann man heutigen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern gegenüber bedenkenlos benutzen, ohne mißverstanden zu werden. Es gibt darüber hinaus noch die ältere sinnverwandte Redensart „Goldmünzen vor die Katzen (werfen)“ beziehungsweise „Neko ni koban“ 「猫に小判」, die auf der 20. von 48 Karten des traditionellen Iroha-Kartenspiels von Kyoto (Kyoto Iroha Karuta) steht.

Der Koban 小判 war eine kleine, dünne, ovale Goldmünze mit einem Nennwert von 1 Ryō 両 [monetäre Standardeinheit während der Edo-Zeit (1603–1868), der japanischen Frühmoderne]. Er war eine historische Gewichtseinheit für Gold und wurde auch als Münzeinheit verwendet. Die früheste Koban-Münze, die japanweit und in größeren Mengen zirkulierte, war der Keichō Koban 慶長小判. Keichō ist eine Ära-Bezeichnung (nengō 年号): 27.10.1596–13.07.1615. Ursprünglich bestand der Koban zu etwa 84,29% aus Gold. Er wurde neunmal wieder eingesammelt und mit einem geringeren Goldanteil in größerem Umfang neu emittiert, was zu seiner schleichenden Entwertung führte.

Ōban 大判 waren große, dünne, ovale Goldmünzen von der Muromachi-Zeit (1333–1568) bis zur Edo-Zeit (1603–1868), wurden vor dem 17. Jahrhundert jedoch nur sporadisch ausgegeben. Ōban waren zwischen 10 und 15 Zentimeter groß (4 bis 6 „In“) und hatten ein Gewicht von 44 Momme 匁・文目 [165 Gramm oder 6 Unzen; 1 Momme 匁・文目 = 1 Tausendstel Kan 貫 = 3,75 Gramm]. 1 Ōban besaß einen Nennwert von 10 Ryō 両. Während der Edo-Zeit entsprach ein Koban einem Sechzigstel Ryō.

Münzgeld aus Kupfer und Eisen nannte man im Japan der Edo-Zeit Zeni beziehungsweise Sen. Silbermünzen nannte man Chōgin (auch: Ginjō) und Mame’itagin (auch: Mameita, Mamegin, Tsubugin, Kotsubu, Kodamagin und Saigin).